Über uns

Wie kamen die Störche an den Rüdersdorfer Torfgraben?

Es war ein lang gehegter Wunsch der Familie, den sprichwörtlichen Storch auf dem Dach zu haben, der Glück, Segen und Nachwuchs bringt. Und so wurde Anfang 2011 mit der Planung eines Storchenturms auf dem Grundstück am Torfgraben begonnen. Das Projekt war alleine nicht zu stemmen, weswegen uns die Mainka GmbH und die Geothermics GmbH freundlicherweise dabei unterstützten, den Turm zu besorgen und aufzustellen. Bei dem Turm handelt es sich um einen alten Laternenmast, für den ein Nestaufsatz gefertigt wurde, der mit Schrauben am Turm befestigt ist.

Nachdem der Aufbau des ersten Storchenturms Ende Februar 2011 abgeschlossen war, nahm noch im Juli desselben Jahrs ein Paar das neue Nest an. Zum Brüten war es da jedoch bereits zu spät und so zogen die beiden ersten Störche Ende August vom Torfgraben in ihr Winterquartier.

Im Jahr darauf, 2012, erreichte uns Mitte April ein einzelner Storch, der jedoch bald von einem Storchenpaar vertrieben wurde. Auch im restlichen Frühjahr dieses Jahres kam es immer wieder zu Kämpfen um das Nest. Das Paar konnte sich jedoch als Hauptmieter behaupten und schon bald war der Horst permanent durch einen der beiden Vögel besetzt – anscheinend brüteten die Störche. Ab Mitte Mai konnten wir dann immer wieder beobachten, wie die Störche Futter ins Nest würgten. Offenkundig waren die Küken geschlüpft. Unsere Freude war dementsprechend groß.

In der Euphorie über den Nachwuchs und unter dem Eindruck der teils erbitterten Nestkämpfe des Frühjahrs entschlossen wir uns, den Störchen einen weiteren Nistplatz zu bieten und begannen mit dem Aufbau eines weiteren Turms mit Nestaufsatz.

Das zweite Nest wurde jedoch nicht von einem weiteren Paar bezogen, wie wir es erhofft hatten. Die stets wachsenden Küken machten das Zusammenleben auf dem ersten Nest immer enger, weswegen ein Altstorch stets auf dem zweiten Nest die Nacht verbrachte. Später verbrachten dann beide Altstörche die Nächte auf dem neuen Nest, welches somit zum „Elternschlafzimmer“ mutierte. Die kleinen wurden schließlich flügge und konnten gegen Ende des Hochsommers immer wieder bei Flugübungen beobachtet werden, die sich später zu Futtersuchen ausweiteten und schließlich im Abflug Richtung Winterquartier gipfelten.

Warum kommen in manchen Jahren keine Störche an den Torfgraben?

Die Wege des Lebens sind leider unergründlich. Galileo Galilei sagte eins folgendes:

Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handels dem Menschen verständlich sind oder nicht. Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut.

 Nichtsdestotrotz kamen in den folgenden Jahren immer wieder Störche auf eines der Nester, jedoch stets alleine und niemals lange. Erst im Jahr 2017 blieb ein im Frühjahr gekommener Storch und nahm beide Nester in Beschlag. Auch wenn er gelegentlich länger fortblieb, kam er immer wieder zurück. Als im Juni dann ein weiterer Storch die Nester entdeckte, begann eine aufregende Zeit. Wir dachten, die beiden Störche würden um die Nester streiten. Es gab wüste Kämpfe, die sich teilweise über 3 Stunden zogen. Mal griff ein Storch das hintere Nest an, mal der andere das vordere – es ging immer hin und her. Nach etwa einer Woche zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Beide Störche nächtigten auf einem Nest und flogen auch zur gemeinsamen Futtersuche aus. Ein Auch wenn unsere Freude darüber, dass sich nun endlich wieder ein Storchenpaar am Torfgraben gefunden hatte, unermesslich war, war uns klar, dass es zum Brüten bereits zu spät war.

Wie kamen die Störche ins Internet?

Die Freude war umso größer, als beide Störche im folgenden Frühjahr wieder den Torfgraben erreichten. 2018 sollte ein gutes Storchenjahr werden. Und so begab es sich ganz trefflich, dass wir in ebenjenem Jahr beschlossen, den Störchen im Internet eine Plattform zu geben – zum Glück, denn im ersten Jahr im Internet boten die Störche den Zuschauern eine gute Show: Sie zogen 3 Küken groß, die alle flügge wurden und am Ende des Sommers den Weg in den Süden antreten konnten. Den Verlauf der Storchensaison 2018 und der folgenden Jahre könnt Ihr in unserem Blog nachlesen.

Wir hatten für die Internetpräsenz eine Domain gekauft, auf der wir mit WordPress eine Website aufbauten. Parallel dazu wurde am Haus eine Webcam installiert. Eine Webcam direkt am Storchenturm zu befestigen, die hautnahe Bilder liefert, stand für uns nicht zur Debatte, da wir die Störche in keiner Weise behindern oder beeinflussen wollten. Die installierte Kamera befindet sich am fast 100 Meter entfernten Schornstein unseres Hauses. Das ist der Ort, der den besten Blick ins Nest garantiert, ohne die Kamera direkt am Nest anzubringen.

Die Bilder aus der Kamera speisen wir über einen Mini-Server direkt auf Youtube und den Youtube-Livestream binden wir in unsere Website ein. So kommen die Bilder zu Euch.